Ventrale Hernien

Ventrale Hernien

Der Zustand der Vorwölbung und Kompression der Bauchorgane aus einem geschwächten Bereich der vorderen Bauchwand wird als vorderer Bauchwandbruch bezeichnet. Frühere Bauchoperationen, Fettleibigkeit, Gewichtheben sind prädisponierende Faktoren. Normalerweise treten das Bauchfett oder der Darm aus dem gelockerten Bereich aus und werden komprimiert. Die grundlegende Behandlung bei einer Hernie der vorderen Bauchwand besteht darin, die komprimierten Organe zu ersetzen und den schwachen Bereich zu reparieren. Bei dieser Reparatur wird die Bildung einer festen Wand angestrebt, indem ein Flicken (Transplantat oder Netz) an der schwachen Stelle befestigt wird. Die Rezidivrate beträgt 15 % bei Hernienreparaturen, bei denen das Pflaster nicht verwendet wird. Aus diesem Grund wird heute eine Hernienreparatur nicht mehr ohne Pflaster durchgeführt. Die Reparatur eines Bauchwandbruchs kann durch eine offene Methode oder eine laparoskopische Methode erfolgen. Die Erfolgsraten sind bei beiden Methoden ähnlich. Der größte Vorteil der laparoskopischen Chirurgie besteht darin, dass es keinen Schnitt an der Bauchdecke gibt, da die Operation durch kleine Löcher durchgeführt wird. Da die Fixierung des Pflasters durch den Bauch erfolgt, ist die Schmerzrate etwas höher als bei der offenen Methode. Nach 2-3 Tagen entspricht die Schmerzintensität der offenen Methode.

Zu berücksichtigende Bedingungen nach einer ventralen Hernienoperation

Es ist normal, dass Sie in den ersten Tagen Schmerzen im Operationsgebiet haben, die die Bewegung nicht behindern. Die Inzisionsstelle wird ästhetisch verschlossen und Nähte sind nicht erforderlich. Neben der einmonatigen Bettruhe trägt die Stützung der Bauchdecke mit einem Bauchmieder zur Heilung und zum Schutz des Operationsfeldes bei. Es schadet nicht, spazieren zu gehen. Während der ersten fünf Tage beim Treppensteigen sollten die Stufen einzeln erklommen werden, indem bei jeder Stufe der andere Fuß neben einen Fuß gestellt wird. Einen Monat lang sollten nicht mehr als 3 kg Gewicht gehoben werden. Drehen Sie sich beim Aufstehen aus dem Bett zunächst seitwärts und stehen Sie von einer Seite zur anderen auf. Auf diese Weise steigt der intraabdominale Druck nicht stark an und es entsteht keine Spannung im Operationsgebiet. In dieser Zeit empfehlen wir, viel ballaststoffreiche Nahrung zu sich zu nehmen, um den Stuhlgang angenehm und weich zu gestalten. Ein Bad 48 Stunden nach der Operation schadet nicht. 5-6 Tage nach der Operation kommt der Patient zur Kontrolle und die Wundstelle wird kontrolliert.